Geschichte
Innovation und technologische Exzellenz mit Geschichte
Die Unternehmensphilosophie „turning science into solutions“ steht für das, woran Sartorius seit über 140 Jahren täglich arbeitet: Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zu nutzen, um innovative Produkte herzustellen. An der Universität Göttingen fing alles an. Hier legte der damalige Universitätsmechanikus Florenz Sartorius den Grundstein des Unternehmens. 1870 machte sich Sartorius mit seiner „Feinmechanischen Werkstatt“ selbstständig. Seine Erfindung – die kurzarmige Analysenwaage – hat damals die Arbeit in Forschungslaboren bahnbrechend verändert. 1927 gründete Sartorius gemeinsam mit dem Chemie-Nobelpreisträger Richard Zsigmondy die Membranfiltergesellschaft mbH. Die von Zsigmondy entwickelten Membranen waren die Basis für die Entwicklung der Membranfiltration – und für das heutige Bioprozess-Geschäft von Sartorius. Noch heute gehören Wägetechnik und Filtration zu den Kerntechnologien des breiten Produktportfolios von Sartorius.
1870
1922
1948
1955
Die erste Mikrowaage für Wägungen unter Normalatmosphäre wird vorgestellt.
1960
1963
Einführung von Celluloseacetatfolie als Träger für Elektrophorese.
1964
Erste Laborwaagen mit Analogausgang.
1970
1971
1972
Erste kompakte Analysenwaage mit digitalelektronischer Gewichtsanzeige, Stillstandskontrolle und Digitalausgang (BCD).
1975
Premiere einer Präzisionswaage mit Mikroprozessorelektronik (Intel4004).
1977
Die erste vollelektronische Analysenwaage mit Mikroprozessorelektronik wird eingeführt.
1982
Vorstellung der ersten elektronischen Präzisionswaage in explosionsgeschützter Ausführung.
1988
Die erste elektronische oberschalige Mikrowaage wird präsentiert.
1989
Erste großflächige Filterkerze mit gezielter Stufenfiltration (Jumbo-Kerze).
1990
Vorstellung der ersten elektronischen Laborwaagenserie in MC1-Technologie.
Die Sartorius AG geht an die Börse.
1996
Weltweit erste Ultramikrowaage mit einem Wägebereich, der 21 Millionen Wägeschritte auf 0,1µg genau vermisst.
1997
1998
Erfolgreiche Kapitalerhöhung.
Sartorius akquiriert die Firma Boekels, Marktführer in der Qualitätskontrolle im Prozess und in der Metallsuchtechnik (heute Sartorius Aachen).
1999
Sartorius übernimmt drei Unternehmen und erweitert damit sein Produktportfolio:
- Vivascience (innovative Produkte für die Zellkultur, Proteinaufreinigung und Ultrafiltration)
- Denver Instrument Company (Laborwaagen und -messtechnik)
- GWT (ehemalige Phillips Wägetechnik und führend in der Wägetechnologie im Schwerlastbereich; heute Sartorius Hamburg)
2000
Zukauf von B. Braun Biotech International, dem weltweit führenden Hersteller von Fermentern und Zellkultursystemen (heute Sartorius Stedim Systems).
2001
Mit der Analysenwaage GENIUS gewinnt die Sartorius AG den Innovationspreis der Deutschen Wirtschaft im Segment Mittelstand.
Bundeskanzler Gerhard Schröder weiht das "Werk 2001" zur Fertigung von Filtern in Göttingen ein. Der Neubau ist die größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte von Sartorius. Auch das Sartorius College, ein Tagungszentrum für internen und externen Wissenstransfer, wird feierlich eröffnet.
2002
2003
Sartorius erhält den Initiativpreis für Aus- und Weiterbildung von der Otto Wolff-Stiftung, dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag und dem Magazin „WirtschaftsWoche“.
2004
Markenintegration und neue Namen für die Konzerngesellschaften:
- Sartorius Aachen GmbH & Co. KG (vormals Boekels)
- Sartorius Hamburg GmbH (vormals GWT)
- Sartorius BBI Systems GmbH (vormals B. Braun Biotech International)
Sartorius erhält den renommierten Frost & Sullivan Award für herausragende Innovationen bei der Produktdifferenzierung in der Biotechnologie.
2005
Die internationale Managementberatung A.T. Kearney und das Magazin „WirtschaftsWoche“ zeichnen Sartorius als „Best Innovator 2005“ in der Kategorie Time-to-Profit aus.
Sartorius übernimmt 100 Prozent der Anteile des US-amerikanischen Anwendungsspezialisten Omnimark Instrument Corporation.
2006
Von der internationalen Unternehmensberatung Frost & Sullivan erhält Sartorius den „Frost & Sullivan 2006 Growth Strategy Leadership Award“ für seine erfolgreiche Wachstumsstrategie im Markt für Feuchtemessgeräte.
2007
Sartorius kauft die Toha Plast GmbH und stärkt seine Position in der Kunststofftechnologie für biopharmazeutische Einwegprodukte.
Einweihungsfeier des neuen Laborgebäudes: Sartorius stockt damit die F&E-Kapazitäten für die Sparte Biotechnologie am Stammsitz in Göttingen weiter auf.
Sartorius legt seine Biotechnologiesparte mit dem französischen Biotech-Zulieferer Stedim S.A. zusammen, um mit dem kombinierten Unternehmen Sartorius Stedim Biotech ein weltweit führender Technologieanbieter für die biopharmazeutische Industrie zu werden. Das neue Unternehmen ist an der Pariser Börse notiert.
Einweihung des neuen Werks am Standort Peking; Mit dem Neubau verdoppelt Sartorius seine Produktionskapazitäten in China von ehemals rund 4.000 m² auf über 8.000 m².
2008
Mit neuen Tochtergesellschaften in Polen und Ungarn erweitert Sartorius seinen Vertrieb in Osteuropa.
Sartorius Stedim Biotech kooperiert mit Bayer Technology Services und erweitert sein Produktportfolio im Bereich Virussicherheit bei der Herstellung von Biopharmazeutika.
Die Sartorius Stedim Biotech GmbH erwirbt die Schweizer Wave Biotech AG, einen führenden Anbieter von Einweg-Fermentern.
2009
Sartorius schließt eine Kooperationsvereinbarung mit der Metrohm Schweiz AG über den Vertrieb von Laborgeräten von Sartorius Mechatronics in der Schweiz.
Neues Werk in Arvada, Colorado: Sartorius erweitert die vorhandenen Kapazitäten und verfügt aktuell über eine Gesamtfläche von rund 6000 m².
Feierliche Einweihung des Sartorius India Campus in Bangalore mit einer Grundfläche von 10.000 m² für die Mechatronik- und Biotechnologie-Sparte von Sartorius.
2010
Sartorius schließt Kooperationsverträge mit vier Unternehmen und baut damit sein Produktportfolio aus:
- Marketingkooperation mit Corning: Gemeinsamer Produktkatalog für Geräte und Verbrauchsmaterial für Zellkulturanwendungen im Labor.
- Kooperation mit TEWS Elektronik: Exklusiver Vertrieb, Vermarktung und Service von Mikrowellenresonanzgeräten.
- Kooperation mit Schmidt+Haentsch: Vermarktung der Refraktometer-Serie Brixxus für Laboranwendungen.
- Kooperation mit NIR-Online: Vertrieb und Service von Nahinfrarot-Spektroskopiesystemen für Kunden der Lebensmittel- und Pharmaindustrie.
2011
Weiterentwicklung der rechtlichen Konzernstruktur zu einer Holding: Die ordentliche Hauptversammlung beschließt, das operative Mechatronik-Geschäft, das bisher in der Sartorius AG betrieben wird, in einer eigenen Gesellschaft unterhalb der Holdingebene zu betreiben. Vorteile sind eine bessere Dividendenfähigkeit und eine klarere Konzernstruktur.
Sartorius baut seine Produktionskapazitäten weltweit aus. In Göttingen, Guxhagen und Yauco, Puerto Rico, sollen bis 2012 jeweils neue Industriegebäude bezogen und bestehende Infrastruktur modernisiert werden.
Sartorius erwirbt das Liquid-Handling-Geschäft des finnischen Laborspezialisten Biohit. Damit erweitert der Konzern sein Produktportfolio im Bereich Laborinstrumente um einen wichtigen Baustein.















