Sartorius | Pressemitteilung
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22.10.2009

Sartorius legt Geschäftszahlen nach neun Monaten vor

  • Biotechnologie-Sparte setzt dynamisches Wachstum fort und steigert erneut Profitabilität
  • Kostensenkungs- und Restrukturierungsmaßnahmen in der Mechatronik-Sparte greifen: Operatives Ergebnis im 3. Quartal wieder leicht positiv
  • Operatives Konzernergebnis über Vorjahr

Göttingen, 22. Oktober 2009 – Sartorius, ein weltweit führender Prozess- und Labortech-nologieanbieter, hat heute seine Ergebnisse nach neun Monaten Geschäftstätigkeit im Jahr 2009 veröffentlicht. Das Geschäft der beiden Konzernsparten entwickelte sich im dritten Quartal ähnlich wie in den Vorquartalen sehr unterschiedlich. Während die Biotechnologie-Sparte erneut in allen Geschäftsregionen deutliche Umsatzzuwächse verzeichnete und ihren Gewinn überproportional steigern konnte, war die Entwicklung in der Mechatronik-Sparte weiterhin erheblich durch den globalen Abschwung geprägt. Allerdings haben sich im zweiten und dritten Quartal Auftragseingang und Umsatz dieser Sparte - auf niedrigerem Niveau - stabilisiert. Das operative Ergebnis in der Mechatronik kehrte im dritten Quartal aufgrund der implementierten umfangreichen Sparmaßnahmen in die Gewinnzone zurück.

Geschäftsentwicklung der Sparten

Sartorius Stedim Biotech
Die Biotechnologie-Sparte, die unter Sartorius Stedim Biotech (SSB) firmiert und rund zwei Drittel zum Konzernumsatz beiträgt, konnte ihren dynamischen Wachstumskurs auch im dritten Quartal des Jahres 2009 fortsetzen. Nach neun Monaten Geschäftstätigkeit lag ihr Auftragseingang bei 303,4 Mio. Euro und damit um 12,7% über Vorjahr (wechselkursbereinigt: 10,3%). Wachstumstreiber mit deutlich zweistelligen Steigerungsraten war erneut das Geschäft mit Einwegprodukten. Zusätzlich zu der ohnehin positiven Geschäfts-entwicklung profitierte Sartorius Stedim Biotech dabei von der starken Nachfrage seiner Kunden aus der Impfstoffindustrie. Das Geschäft mit großen Fermentationsanlagen ging hingegen marktbedingt etwas zurück.
Auch beim Umsatz konnte die Sparte deutlich zulegen. Er stieg im Berichtszeitraum um 9,0% (wechselkursbereinigt: 6,7%) von 273,3 Mio. Euro im Vorjahr auf 298,0 Mio. Euro.
Alle Geschäftsregionen trugen mit deutlich positiven Wachstumsraten zur erfolgreichen Umsatzentwicklung bei.

Die gute Umsatzentwicklung spiegelt sich auch im Ergebnis der Sparte Biotechnologie nach neun Monaten wieder. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Amortisation (underlying EBITA = operatives Ergebnis) verbesserte sich stark überproportional um 58,9% auf 46,3 Mio. Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte es bei 29,1 Mio. Euro gelegen. Die entsprechende Marge erhöhte sich von 10,7% auf 15,5%. Neben dem Volumenanstieg trug insbesondere der zu Gunsten der margenstarken Einwegprodukte verbesserte Produktmix zur Profitabilitätssteigerung bei.

„Die Ergebnisse der Sartorius Stedim Biotech zeigen eindrucksvoll, dass wir mit unserer Geschäftsstrategie und unserem Produktportfolio richtig liegen“, kommentierte der Sartorius-Vorstandsvorsitzende Dr. Joachim Kreuzburg. „Wir sind inzwischen als Anbieter kompletter Lösungen mit einem hohen Anteil an innovativen Einwegprodukten hervorragend bei unseren Kunden aus der biopharmazeutischen Industrie positioniert.“

Sartorius Mechatronics
Die Mechatronik-Sparte des Unternehmens war weiterhin deutlich vom globalen Abschwung betroffen. Im Berichtszeitraum erhielt die Sparte Aufträge im Wert von 151,4 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich der Auftragseingang damit um 18,0% (wechselkursbereinigt: -20,6%). Der Rückgang betraf im zweiten und dritten Quartal das Geschäft mit industrieller Wägetechnik besonders stark, aber auch das Laborgeschäft ging sehr deutlich zurück. Das Service-Geschäft entwickelte sich demgegenüber relativ stabil. Der Umsatz der Sparte Mechatronik reduzierte sich um 18,5% von 180,0 Mio. Euro im Vorjahr auf 146,8 Mio. Euro (wechselkursbereinigt: -21,1%). Regional betrachtet ist der Umsatz-rückgang der Sparte in der Region Asien/Pazifik deutlich geringer ausgefallen als in den Regionen Europa und Nordamerika.

Das operative Ergebnis der Sparte Mechatronik betrug infolge des Umsatzrückgangs nach neun Monaten -2,4 Mio. Euro (Vorjahr: 11,4 Mio. Euro). Nach Verlusten im ersten und zweiten Quartal dieses Jahres erzielte die Sparte im dritten Quartal infolge der weitgehend implementierten Maßnahmen zur Kostensenkung wieder ein leicht positives operatives Ergebnis.

Die Mechatronik-Sparte hat ihr Maßnahmenpaket zur Kostensenkung und Restrukturierung noch einmal ausgeweitet. Ziel ist jetzt eine nachhaltige Reduzierung der jährlichen Kosten-basis um mehr als 30 Mio. Euro (bisher mehr als 25 Mio. Euro). Das Programm zielt auf eine Reduktion von weltweit rd. 250 Stellen. Die Maßnahmen zur Kostensenkung wurden über-wiegend im 3. Quartal abgeschlossen.

„Die Einschnitte in der Mechatronik-Sparte sind schmerzhaft, aber unerlässlich, um den Auswirkungen der globalen Rezession auf unser Unternehmen entgegenzuwirken und uns in dieser Sparte eine stabile Ausgangsposition für die Zukunft zu schaffen“, so Kreuzburg. “Nachdem wir unser Programm zur Kostensenkung nun bald abgeschlossen haben, werden wir uns in der Mechatronik voll auf die Weiterentwicklung unserer strategischen Positionierung und auf die Erschließung zusätzlicher Geschäftsfelder konzentrieren.“

Geschäftsentwicklung Sartorius Konzern
Auf Konzernebene erreichte der Auftragseingang mit 454,8 Mio. Euro das Vorjahresniveau von 454,0 Mio. Euro (+0,2%; wechselkusbereinigt: -2,3%). Der Konzernumsatz belief sich nach neun Monaten auf 444,7 Mio. Euro (Vorjahr: 453,4 Mio. Euro) und gab damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht um 1,9% nach (wechselkursbereinigt: -4,3%).
Mit Blick auf das operative Ergebnis konnte die gute Entwicklung in der Biotechnologie-sparte den rezessionsbedingten Rückgang in der Mechatronik überkompensieren: Das operative Ergebnis erhöhte sich somit von 40,6 Mio. Euro auf 43,9 Mio. Euro; die entsprechende Marge stieg von 8,9% auf 9,9%. Die Sonderaufwendungen, die im Wesentlichen Rückstellungen für das weitgehend umgesetzte Restrukturierungsprogramm in der Mechatronik-Sparte beinhalten, beliefen sich auf insgesamt 24,7 Mio. Euro. Das unbereinigte Konzern-EBITA betrug 19,2 Mio. Euro (Vorjahr: 40,6 Mio. Euro).

Der um Sonderaufwendungen bereinigte Konzernjahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter ohne die beiden nicht-zahlungswirksamen Positionen Amortisation und Zinsaufwand für Kursgarantien lag ebenfalls leicht über dem Vorjahresniveau bei 13,9 Mio. Euro (13,7 Mio. Euro); das entsprechende Ergebnis je Aktie bei 0,81 Euro (0,80 Euro).

Ausblick
Für die Biotechnologie-Sparte rechnet die Unternehmensleitung in den letzten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres mit einer Erhöhung des Umsatzes und einem überproportion-alen Ergebnisanstieg gegenüber dem vierten Quartal 2008. In der Sparte Mechatronik erwartet das Unternehmen weiterhin außerordentlich schwierige Marktbedingungen. Dennoch geht das Management aufgrund des erfolgreich implementierten Kostensenkungsprogramms von einem leicht positiven operativen Ergebnis im vierten Quartal aus.


Aktuelles Fotomaterial:

Dr. Joachim Kreuzburg, Sartorius-Vorstandsvorsitzender:
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Sartorius | Sparte Biotechnologie (Sartorius Stedim Biotech):
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Sartorius | Sparte Mechatronik:
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Telefonkonferenz und Webcast:
Dr. Joachim Kreuzburg, Vorstandsvorsitzender von Sartorius, wird Analysten und Investoren die Ergebnisse nach neun Monaten am 22.10.2009, um 15:00 Uhr MEZ in einer Telefonkonferenz erläutern. Die Einwahl in die Telefonkonferenz ist ab 14:45 Uhr MEZ unter folgenden Nummern möglich:
Deutschland: +49 (0)69 9897 2623
Frankreich: +33 (0)1 70 99 42 84
UK: +44 (0)20 7138 0845
USA: +1 212 444 0896
Der Einwahlcode lautet: 4830253, der Webcast ist abrufbar unter: www.sartorius.com


Nächste Termine:
Februar 2010    Veröffentlichung vorläufiger Zahlen des Geschäftsjahres 2009
9. März 2010    Bilanzpressekonferenz in Göttingen
21. April 2010    Hauptversammlung in Göttingen
April 2010    Veröffentlichung Quartalszahlen Jan. – März 2010


Diese Pressemitteilung enthält Aussagen über die zukünftige Entwicklung des Sartorius Konzerns. Die Inhalte der Aussagen können nicht garantiert werden, da sie auf Annahmen und Schätzungen beruhen, die gewisse Risiken und Unsicherheiten bergen.


Sartorius in Kürze
Der Sartorius Konzern ist ein international führender Labor- und Prozesstechnologie-Anbieter mit den Segmenten Biotechnologie und Mechatronik. Der Technologiekonzern erzielte im Jahr 2008 einen Umsatz von 611,6 Mio. Euro. Das 1870 gegründete Göttinger Unternehmen beschäftigt zur Zeit rund 4.450 Mitarbeiter.
Das Segment Biotechnologie umfasst die Arbeitsschwerpunkte Filtration, Fluid Management, Fermentation, Purification und Labor. Im Segment Mechatronik werden insbesondere Geräte und Systeme der Wäge-, Mess- und Automationstechnik für Labor- und Industrieanwendungen hergestellt. Die wichtigsten Kunden von Sartorius stammen aus der pharmazeutischen, chemischen sowie der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie und aus zahlreichen Forschungs- und Bildungseinrichtungen des öffentlichen Sektors. Sartorius verfügt in Europa, Asien und Amerika über eigene Produktionsstätten sowie über Vertriebsniederlassungen und örtliche Handelsvertretungen in mehr als 110 Ländern.


Kontakt:
Petra Kirchhoff, Leiterin Konzernkommunikation;
Sartorius Corporate Administration GmbH; 37070 Göttingen;
Tel: +49 (0)551/ 308-1686; Fax: +49 (0)551/ 308-3572
E-mail: petra.kirchhoff@sartorius.com
www.sartorius.com



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